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Platon - Philosophie als Kunst der Rechtfertigung?

Jakopb, emailLarruk@freenet.de, 12.04.2003, 09:36
Original: deutsch  Platon - Philosophie als Kunst der Rechtfertigung? (Roger Pfau), 27.03.2003, 16:31



Und das Schicksal der Rechtfertigung, hat jedes Wort. (J.T Leutenberg)

Die Einsicht in die Dinge ist noch lange kein Grund für die Akzeptanz dieser Einsicht die dann später erst Wahrheit genannt wird. Wir spüren die Macht in zwei Richtungen, zum einen als Hemmnis zum anderen als Vermögen zu Handeln. Ist man von einer Macht gehemmt, so gerät man in Bedrängnis und will dieser Bedrängnis entfliehen, d.i. die Rechtfertigung der Verurteilung( dieser hemmenden Macht) und des darauffolgenden Protestes( Beginn der Zuwiderhandlung). Andererseits wird uns das Handlungsvermögen der Macht immer ein Lob wert sein und wir werden alles tun um sie zu  sichern/erhalten. Es ist eine schwierige Sachlage, zu fordern dass die herrschenden Mächte beseitigt werden sollen nur um die eigene Macht zu etablieren. Sollte die Philosophie gegen die Macht(egal welche) vorgehen können, so tritt sie ebenfalls in die Sphäre der Macht ein, nämlich der neuen angreifenden Macht, die die bestehende Ordnung zum Feinde hat.
Selbst wenn du dir eine Wahrheit denken willst die alles richtig und umfassend erschlossen hat, so spricht aus dir doch auch nur der bekannte „Wille zur Macht“ um mit Nietzsche zu reden. Du denkst dir einen Zustand der besser ist als der jetzige, schon willst du etwas anderes, schon regt sich in dir die schaffende, bewegende und zerstörerische Macht des Neuen.


Jakob