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deutsch  Erklärung zu "Wiederbelebung des Philosophischen Schöngeistes"

Hans-Ulrich Pistor: emailF.Pistor@t-online.de, 17.03.2002, 04:12
Original: deutsch  "Wiederbelebung des Philosophischen Schöngeistes" (Bertold Bernreuter), 07.03.2002, 10:24



Meine Anhänger haben mich gebeten, meine Worte - aufgrund der Meinung des Herrn Bernreuter - zu erklären.

Jede Agelegenheit bedarf eines eigenen Umganges. Denn jedes Problem erfordert seine Lösung.
Aber es gibt bedeutende, weil förderliche Gemeinsamkeiten;
ich nenne Demokratie und Rechtsverständnis.
Jeder Mensch, jedes Land und jede Kultur verfügt über eine weitreichende und unverwechselbare Identität;
daher brauchen wir hohe Priorität für Toleranz.
Aber Toleranz kann - durch dessen Übertreibung - das Gegenteil bewirken.

Es hat nichts mit Unterdrückung gemein, setzt man auf Ordnungen, auf deren sich eine gesund funktionierende Demokratie gründet.
Denn sie läßt dem Einzelnen Freiheit, setzt aber dort Grenzen, wo die Freiheit des Einzelnen nicht Freiheit, sondern Unfreiheit des Nächsten bedeutet.
Die eigene Entfaltung, die Wahrung der Würde des Nächsten und solidarisches Verhalten sind Begriffe, welche überall auf der Welt als gesellschaftliche Leitsätze gelten.

Mit Großer Sprache habe ich keine unnötig langen, schwer verstehbaren oder gar wirren Sätze gemeint - ich erinnere hierzu an meine Ausführung zur wissenschaftlichen Deutung der Philosophie -, sondern eine Sprache, welche nicht trocken, sondern lebendig vermittelt, und in Form literarischer Qualität begeistert.

Natürlich muß man zwischen den von "Großen Philosophen" vermittelten Inhalten differenzieren. Und selbstverständlich wurden Begriffe - zugunsten einer verkomplizierenden, selbstzweckmäßigen Wissenschaft, oder gar zugunsten von persönlichem Prestige - falsch ausgelegt; abgesehen davon, gab es auch damals keine makellosen Menschen.

Unsere Demokratie verdanken wir allerdings zu einem erheblichen Teil des damaligen Gerechtigkeitssinnes und Weitblickes der griechischen Philosophie.
Und sortiert man anhand Zweckmäßigkeit und Moral, lassen sich in der Tat Inhalte finden, welche die heutigen Lebensmodelle bereichern können.

Die interkulturelle Philosophie baut auf weltlichen Gemeinsamkeiten auf; zu nennen ist der Wert der Verständigung und des Konsenses.
Hätten die Großen Philosophen vieler Länder nicht an der Verwirklichung übergreifender Sitten mitgewirkt, gäbe es keine aufbauwürdigen Gemeinsamkeiten!
Diese Tatsache entspricht der Wahrheit.
Wir haben es mit bewährten Sitten zu tun.

Mit herzlichen Grüssen, Ihr Hans-Ulrich