home
archive · forum   
themes literature agenda archive anthology calendar links profile


deutsch  Selbstbestrafung, psychologisch

beit lamed: emailb_l_a@yahoo.de, 09.09.2002, 14:45
Original: deutsch  erster Beitrag zum eigentlichen Thema!!! :-) (Peter), 14.04.2002, 23:31



»» Ach ja, es gibt ja auch noch die guten alten Sadomaso-Studios, an irgendetwas muss es ja liegen, dass diese Läden so einen Profit machen!?

Soll ich, als geschworener SMler, im Namen des polykulturellen
Anspruchs dieses Forums nun dezidiert erklären, daß SM nicht
per se mit Selbstbestrafung zu tun hat? :-) Wäre durchaus interessant, sowas
auf höherem Niveau auszudiskutieren, aber zur ursprünglichen Frage:

Ich kenne Selbstbestrafung nur als psychologisches Phänomen, d.h. als
unbewußten Drang, sich selbst Leid zuzufügen, um einem Schuldgefühl
zu entgehen, dessen Ursache selbst unbewußt ist.

Was heißt in diesem Kontext aber "Sinn haben"?

Sagen wir mal, Sinn haben heißt, das Ziel wird erreicht. Insofern, als durch das Bestrafungsritual tatsächlich eine
momentane Befreiung vom Schuldgefühl erreicht wird, hat das Ritual
durchaus Sinn - die ursprüngliche Intention wurde durchgesetzt. Wobei
die Frage, was unbewußte Intentionen sind, ungeklärt bleibt.

Vor allem aber, das Ritual bietet wohl meistens keine dauerhafte Lösung. Das Schuldgefühl kommt wieder.

Aber hauptsächlich fragt sich, wie weit das Thema in dieses Forum
paßt.

beitlamed