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Selbstbestrafung? Nö, warum auch? Das übernimmt doch Vater Staat für mich - die Bestrafung. Falls es sich um eine Kleinigkeit handelt, die ich getan habe und nicht durch den Staat gerichtet wird, stellt sich höchstens die Frage nach Bereuen oder Buße, eine gute Tat verrichten...
Wenn man etwas für sinnvoll erklärt - wie du in deiner Fragestellung - muss es für fast jederman nachvollziehbar sein, der Verstand (sofern vorhanden) muss sagen: klar! heureka! das ist so, das stimmt! Mein Verstand, der sich übrigens häufig des kategorischen Imperatives von Kant bedient überträgt das Ganze auf die gesamte Menschheit. Wenn sich jeder selbst bestrafen würde - super, da brauchen wir ja keine Gerichte mehr, spart Unsummen an Steuergeldern. Leider ist das jedoch nicht im geringsten Ansatz in die Realität übertragbar, da ja jeder, der sich selbst bestrafen würde, einen Nachteil gegenüber denjenigen Menschen hätte, die Selbstbestrafung ablehnen. Gerechtigkeit? Die soll ja unser Rechtssystem mit sich bringen. Und bringt sie in den meißten Fällen auch (die Rede ist von strafjuristischer Gerechtigkeit). Überlassen wir also das Bestrafen dem Staat, Selbstjustiz darf auch nicht für sich selbst angewendet werden.
Allerdings spricht nichts gegen das 'Wiedergutmachen' einer Kleinigkeit, die man bereut (Geburtstag der Schwiegermutter vergessen..., ist ja noch nicht juristisch belangbar, oder???) durch eine gute Tat (Artikel ins polyorg-Forum schreiben)... Ach ja, es gibt ja auch noch die guten alten Sadomaso-Studios, an irgendetwas muss es ja liegen, dass diese Läden so einen Profit machen!?
mit satirisch, philosophischen Grüßen, Peter Meyer
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