home
archive · forum   
themes literature agenda archive anthology calendar links profile


deutsch  Die Notwendigkeit der Überwindung des auf Geld basierenden Systems

Bodhisattva: emailBodhisattva@web.de, 04.07.2001, 12:31



Die Notwendigkeit der Überwindung des auf Geld basierenden Systems

Die Menschheit wendet ihren Blick immer mehr weg vom niederen Wirkungsfeld in der Materie und beginnt diese nur noch als die Grundlage für ihre Existenz in höheren Sphären evolvierten menschlichen Bewusstseins zu erfassen. Sie wird erwachsen, findet erstmals Interesse an ihrer eigenen Evolution und beginnt langsam ihre Rolle in der Zeit zu verstehen.
Daher wird deutlich, das eine Bewertung der materiellen Sphäre, wie es bis jetzt die Rolle des Geldes war, völlig überflüssig wird.
Dieser Prozess der Transzendierung der Materie begann, als der Mensch ihr mit der Entwicklung der ersten Werkzeuge erstmals einen höheren Zweck gab. Dies diente damals und bis heute aber fast ausschließlich, um die Materie umzuformen und immer besser nutzbar zu machen. So werden heute zwar die Potentiale, die in ihr stecken, immer effektiver genutzt, doch liegt das Hauptinteresse der Menschheit immer noch bei vom Menschen aus Materie geschaffenen Gütern.
Mit dem Eintreten der Menschheit in das Informationszeitalter offenbart sich aber immer mehr eine neue , alles umwandelnde Entwicklung. So richtet sich der Blickwinkel der Menschen nun immer mehr auf Informationen, und diese können erstmals in der Geschichte für jedermann zugänglich gemacht werden.
Dabei bekommt die Materie und damit auch die Technik eine neue, nur noch als Grundlage dienende, Funktion.
Damit bricht die Evolution erstmals in einer Massenbewegung in die geistige Sphäre ein und transzendiert die Verstrickung in das materielle Sein.
Mit dieser Entwicklung zeigt sich die Notwendigkeit einer Umstrukturierung aller Ebenen menschlichen Zusammenlebens. Das heutige System der sozialen Marktwirtschaft kann in dieser Zeit nicht mehr die Machtverhältnisse klar ordnen und daher auch keine Hierarchie errichten.
Das Informationszeitalter gibt uns die Möglichkeit der Entwicklung einer moderneren, dieser Zeit mehr entsprechenden, gerechteren Hierarchie. So kann eine auf Entwicklung basierende Bewertung aller Individuen eine Rangordnung errichten, bei der die Entwickeltsten die höchsten Plätze belegen und dadurch die Möglichkeit der Führung bekommen.
Da diese Hierarchie die individuelle Entwicklung jedes Einzelnen fördert, beginnt sich ein neues Denken durchzusetzen. Man schaut nun nicht mehr zu den Reichen nach oben, sondern erkennt dort die Weisen. Nicht mehr das Anhäufen materieller Güter und Geld ist von Interesse, sondern die eigene Evolution wird bedeutend.
Dadurch werden die Potentiale, die in der Menschheit stecken, wesentlich effektiver genutzt. Der Einzelne bekommt einen, durch niemanden ersetzbaren Platz in der Gesellschaft.
Die Machtverhältnisse werden dadurch besser verteilt und das Streben nach Macht ist an das Streben nach persönlicher Entwicklung  gekoppelt. Nun ist bekannt, dass Menschen, die heute schon an einer eigenen Entwicklung interessiert sind, durch ihr Streben auch humanere Züge erlangen. So sind weise Menschen wenig interessiert, der Menschheit zu schaden und haben oft eine altruistische Einstellung zum Leben entwickelt. Solche Menschen sind fähiger, Führung zu übernehmen, als es heute die Masse der Politiker, die oftmals rein egoistische Ziele verfolgen, jemals sein könnten. So kann sich eine neue Art der Demokratie herausbilden, die auch einen Aspekt autoritären Diktatur beinhaltet. Eine Diktatur der fähigsten Individuen, die aber die Mitsprache aller Menschen ermöglicht.
Die Menschheit braucht klare Ziele, um ihre Evolution endlich bewusst zu kontrollieren. Diese Ziele müssen im Einklang aller Menschen formuliert werden und die Entwicklung aller muss auf diese Ziele gerichtet sein.
So sollte es eines der ersten Ziele sein, auf dieser Erde für jedermann gleiche Bedingungen zu schaffen. Die eitle und selbstverliebte westliche Sicht der Welt erschafft eine immer größer werdende Kluft zwischen den wenigen Reichen und der exponentiell wachsenden Anzahl an Hunger leidenden Individuen. Dabei profitieren die Reichen der ersten Welt nicht wirklich von dieser Situation. Die globale Entwicklung der Wissenschaft und der Bildung nutzt nur einen sehr geringen Prozentsatz der in den Individuen enthaltenen Potentiale. Nur sehr wenige Menschen bekommen in ihrem Leben die Möglichkeit aktiv an der Gestaltung des gemeinschaftlichen Zusammenlebens auf der Erde teil zu haben. Daher können auch nur wenige Menschen forschen und die Geschwindigkeit der Evolution ist gebremst.
Daher ist es eine der dringendsten Aufgaben der Menschheit, jedem Individuum die gleichen Möglichkeiten zu bieten. Das Informationszeitalter bietet dafür die Grundlage.
Die Evolution menschlichen Bewusstseins ist eine progressive Bewegung, die zur Zeit durch veraltete Machtverteilung gebremst wird. Die Menschheit muss aufwachen und erkennen, dass diese durch Besitz entwickelten Strukturen nicht die einzigen und erst recht nicht die effektivsten Formen der hierarchischen Ordnung des Einflusses der Individuen auf den Lauf der Dinge hier auf der Erde darstellen. Die Sichtweise der meisten Menschen ist auf Grund jahrtausendlanger Entwicklung eines Machtsystems so versunken in dieses, dass sie die Möglichkeit einer Perspektive einer anderen Machtverteilung gar nicht in Betracht ziehen.
Doch die Besitzhierarchie ist eine evolutionäre Übergangsentwicklung zu effektiveren Systemen für die Strukturierung der Autorität.
So wie der Mensch sich richtig als das höchste von der Natur geschaffene Wesen auf der Erde sieht, so sollte er auch die mehr differenzierte Evolution innerhalb der Art erkennen und seine Hierarchie auch dort auf dieser Grundlage aufbauen.
Dabei muss die Entwicklung der Individuen von Geburt an bewertet werden. Dadurch kann sich eine Rangordnung herausbilden, bei der die Neugeborenen am untersten Ende stehen und auf der anderen Seite die weisesten Menschen der Welt. Da die Führung dadurch in Hände gelangt, die fähig sind mit dieser Macht umzugehen wird besser und gerechter mit jedem Lebewesen dieser Erde umgegangen werden als es in einer durch Besitz geregelten Hierarchie jemals möglich wäre. Jeder würde sich weise geführt fühlen, da nur Führung von weiseren existiert. Jeder Mensch hätte somit die gleichen Bedingungen, da jeder die selbe Möglichkeit der Entwicklung besitzt und jeder wäre nur an seine Fähigkeiten gebunden.
Damit verschwindet auch ein Teil des Egoismus in der Welt, da dieses System nicht von Egoisten geführt wird, wie man es heute so oft findet. Vielmehr haben die Führer den Egoismus transzendiert und geben so ein Beispiel nach dem der Rest der Welt strebt. Damit bekommt die Menschheit die Möglichkeit die Entwicklung der Evolution selbst zu kontrollieren, somit ihren Weg bewusst aufzuzeichnen und damit in einer progressiven Bewegung ein höheres Ziel anzusteuern. Dadurch beginnt sie die Potentiale der Erde zu entdecken und sieht, dass sie in der Lage ist, das Leiden der Welt zu minimieren. Die neusten Entwicklungen der Technologisierung, der Biotechnologien und in Anfängen der Nanotechnologie legen die Grundsteine für den Zusammenfall der auf Geld basierenden Hierarchie. So richtet sich der focus der Menschen immer mehr  auf Dinge die keinen materiellen Wert besitzen. Die Technik bietet die Grundlage für den Fluss der Information, die wiederum hohen ideellen Wert, aber kaum materiellen Wert besitzt. Die Gentechnik eröffnet uns die Möglichkeit der Optimierung des Erbgutes der Menschen  und damit die Ausmerzung der Krankheiten. Jede Ethik würde es verbieten, dies nur denen anzubieten, die dafür die nötigen finanziellen Mittel haben. Ausserdem wird auch dort immer weniger Materie gebraucht und diese Genveränderung hat auch mehr ideellen Wert, auch wenn sie sich auf die  Physiosphäre auswirkt. Somit sind die ganzen modernen Bewegungen mehr ideeller Natur und können mit wenig Ressourcen auskommen. Selbst die materielle Produktion wird einfacher und preiswerter, da die Menschenarbeit immer mehr von Maschinen und Computern ersetzt wird und immer schneller in immer größeren Massen mit immer effektiveren Ressourcennutzungen produziert werden kann . Das ist ein zusätzlicher Faktor für die Entwertung der materiellen Sphäre. Geld ist gut fähig die Materie zu bewerten, doch mit der Evolution der Menschheit in immer mehr geistige Sphären wird deutlich, dass dort ein anderes Bewertungssystem nötig ist, was diese rein ideelle Struktur beurteilen kann.