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deutschSonnenfinsternis -- doch das Licht ist immer da...

Alban, 07.05.2006, 05:48
Original: deutsch Sonnenfinsternis... (Heiko Schneer), 23.04.2006, 00:30

Hi Heiko,

als ob es eine Frage des Geschmacks wäre, zu sagen, "ich habe genug von dieser Welt und will nach Hause".

Stehst du manchmal nachts unter dem freien Sternenhimmel und sagst dir, ich würde gerne dort draußen sein?

Wie unsäglich sinnlos mein Existieren hier ist, wenn ich es von der Perspektive von dort draußen sehen kann. Was hat diese Welt mir zu bieten? Unendliche Probleme und Konflikte, für die es nachgewiesenermaßen keine Lösung gibt und nie geben wird. Wahrheit kann hier nicht gefunden werden, ebenso wenig Sicherheit und Freiheit. Alles, was wir hier tun, ist, uns darüber hinwegzutäuschen, dass dies so ist. Wir wollen wider besseres Wissen - unsere eigene Erfahrung und ein bisschen Vernunft - glauben, dass wir der Probleme Herr werden können, dass wir hier OK sind und dass schon alles in Ordnung ist.

Es ist nicht in Ordnung. Nicht für mich!!!!

Deshalb kann ich jemanden wie Bo Yin Ra wertschätzen. Er ist für mich ein Meister, weil er mir unmissverständlich und unbeirrt sagt, ich träume, alles, was ich hier tue, sei träumen, und deshalb müsse ich erwachen. Was könnte für mich wertvoller sein, als jemand, dem ich nichts vormachen kann, der mir immer spiegeln wird, dass ich verantwortlich bin für das, was erfahre und sehe.

Ich bin Gottes Sohn, und meine Macht kann durch nichts begrenzt sein, außer durch die Identität meiner irrigen Wahl, irrig weil es nichts zu wählen gibt. Meine Wirklichkeit ist nicht eine Frage der Wahl. Ich bin nicht ein Körper, ich bin frei, ich bin nach wie vor wie Gott mich schuf.

Wieso es so sein soll, dass die Menschen aus dem Osten die Erfahreneren sind, was unsere Selbstfindungsversuche angeht, was weiß ich. Ich weiß nur eines, dass jeder Versuch zwecklos ist, weil ich mich nicht selbst finden kann. Ich bin ich selbst, und nicht zu wissen, wer ich bin, ist der Gipfel an Wahnsinn. In diesem Zustand kann ich nur durch Gnade erlöst werden, befreit aus der Hölle, die ich machte. Alle Einsicht zeugt von diesem einen Gedanken: Ich kann das Problem nicht lösen, was es auch immer sei. Ich bin das Problem. Deshalb brauche ich Hilfe. Nenne es Alkoholismus, oder nimm jede andere Sucht, letzlich ist es die Sucht

"Besser und schlechter" --- das sind Urteile, die du hegst, doch mit Erfahrung hat das nichts zu tun. Wie könnte es ein "besser oder schlechter" geben, wenn alles hier gleichermaßen unwirklich ist?

Wer Paulus über die Liebe (Korintherbrief) schreiben liest, weiß einfach, dass wahr ist, was er sagt. Trotz aller intellektuellen Spiele und Urteile hat es immer Spiegel für uns gegeben, die uns zeigen, dass wir unser Augenmerk auf etwas völlig anderes richten müssen.

Auf etwas, das sich nicht hergibt für unsere erbärmlichen Projektionen und bedeutungslosen Ideen, auf etwas, dass nicht schwankt und uns in unserer Unbeständigkeit bestätigt, auf etwas, das ganz ist und uns liebt, ohne von unseren Alpträumen zu wissen.

"Woher er das alles nur so genau weiß? Unser Zugang zur menschlichen Geschichte ist sehr begrenzt und in großem Ausmaß auf das Vorhandensein von Schrift angewiesen."

Ja, woher will er das wissen? "Unser Zugang..." -- woher nimmst du die Gewissheit, dass deine Beschränkung auch die seine ist? Woher nimmst du diese Sicherheit, dass du nicht fragst, wie er dazu gekommen ist, zu sagen, was er sagte? Müsste es nicht jedem möglich sein, jederzeit Wissen von und Kommunikation mit einer Welt jenseits dessen, was uns als vertraut erscheint, zu erhalten und zu erfahren.
Hatte ein Kopernikus dem Papst nicht allererst einen offenen Geist voraus, und gilt dies nicht für alle unsere Entdeckungen? Immer heißt es, das geht nicht, das ist unmöglich, immer mit der gleichen Gewissheit, die auf einem so kleinen Erfahrungsspektrum beruht, dass arrogant das einzige Wort ist, das dieses Phänomen bezeichnen würde.

Wer bin ich in meinem Körper, der alt und krank wird und der mir den Tod Tag für Tag näherbringt? Wer bin ich, wenn es Energien im Universum gibt, die billionenfach größer sind als das, was ich in diesem Körper benutze? Wie muss ein Denken und Verhalten eingestuft werden, wonach ich in meiner Sklaverei und Abhängigkeit von einem Körper weiterhin davon ausgehe, dass der Körper alles sei, was ich bin, obwohl ich wissenschaftlich bewiesen habe, dass es eine Wahrnehmung, ein Gewahrsein, ein Denken gibt, das nicht auf körperliche Funktionen angewiesen ist. Das wurde längst festgestellt!!!!! Und doch kleben wir in unseren Denkmustern daran, dass das Gehirn der Sitz und Ort unseres Denkens, unserer Wahrnehmung sei, unser Leben auf unseren Körper beschränkt sei. Es ist nicht so!!!!

Wir sagen, jeder werde krank. Doch es gibt Menschen, die seit mehr als 20 Jahren buchstäblich kein einziges Symptom dessen zeigten, was ich mit Krankheit zu bezeichnen lernte. Ich selbst kenne einen. Er wird nicht krank, er ist dem menschlichen Zustand enthoben und frei. Nicht gebunden an die Gesetze dieses Schlachthauses...

Wie wäre unsere Verständigung, unsere Wahrnehmung voneinander, unsere Erfahrung, wenn wir diese offensichtlich andere Wirklichkeit nicht mit allen Mitteln ständig als eine Anomalie kontrollieren und in Schubladen verstauben lassen müssten?


You tell me....


Alban