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deutschReligion - Ein Nicht-denken-wollen oder Nicht-denken-können? Oder beides?

Jan Mühlenbein, emailjanpm@gmx.de, 26.10.2005, 16:41

Ich frage mich seit längerer Zeit, was soviele Menschen dazu bewegt sich einer Glaubensgemeinschaft anzuschließen.
Von meinem Standtpunkt als skeptische Atheist aus, komme ich zu dem Schluss, dass diese Menschen ihre Zeit nicht mit Denken zubringen wollen oder können.
Ich weiß aus eigener Erfahrung gut genug, wie schwierig es sein kann, sich einer "Erkenntnis" oder "Wahrheit" zu ergeben. Ich denke, vielen Menschen bereiten, wenn sie zu den "Nicht-denken-Wollenden" gehören oder einer derselben geworden sind, die meist etwas seichten Erklärungen der Glaubensgemeinschaften ein angenehmeres Gefühl in ihrem dasein. Dies folgt, nach meiner Überlegung, aus ihrer Unfähigkeit, dem Unwillen oder der Angst die allgemeinen Moralvorstellungen (teilweise) über den Haufen zu werfen (Dies ist {wieder meine Meinung} manchmal nötig, um "klar" zu denken).
Aufgefallen ist mir jedoch, dass so macher Philosoph, der ja die Erkenntnis zu seinem Beruf gemacht hat oder sie als seine Berufung ansieht, ein vorbildlicher Gläubiger ist.
Konnte er je eine "klare" Erkenntnis erhalten?
Muß man nicht den Mut zum Ankratzen, zur Zerstörung aller "Wahrheiten","Erkenntnisse" und Glaubensmodelle haben und ihn ausüben?