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Liebe Foranden,
ein wenig Märchenstunde
Es war einmal ein Maler der sagte : „Ich suche nicht;- ich finde.“ Der Maler war ein geachteter Mann und nicht das, was man als geistig umnachtet bezeichnen würde. (Obwohl da die Meinungen auseinander gehen) Und da war einmal ein Hörer der fragte sich ob Picasso hier eine fröhlich Paradoxie aufmacht, an der ein jeder ein bisschen herumkauen kann um sich zu guter letzt lachend auf die Schenkel zu schlagen, dabei den Kopf zu schütteln und sich zu denken: „ne, ne der Picasso, so ein verruchter Hund, da hat er uns aber mal wieder gezeigt wie souverän große Leute mit dem Wahnsinn umgehen“ oder ob die Haltung die er in diesem Satz hörte, haltbar ist. Da endet das Märchen und fängt die SUCHE an oder auch die FINDE. Die Haltung die ich in diesem Satz meine durchzuhören, ist nicht leicht auszudrücken, vor allem nicht das daran, was sie mir so verführerisch macht.
Das Problem ist natürlich, dass ich ohne suchen kein finden habe. Oder ziehe ich mich darauf zurück dass es eine Frage der Perspektivität sei und darauf, dass Gefundenes nicht zwangsläufig Gesuchtes sein muß. Dann bliebe die Frage was ist Suchen? Da ich ein großer Freund von Perspektivwechseln bin (was mir natürlich viel zu selten gelingt) tendiere ich dazu, Suchen vom Finden getrennt zu sehen. Da aber wird mir die Beliebigkeit zur Falle. Denn wenn ich alles was gegeben ist, als gefunden betrachte, bin ich schon verloren in der Gegenwart und verliere, für meinen Geschmack den Anlaß und den Antrieb und die Notwendigkeit zur nächsten Bewegung. Und das mal ganz abgesehen davon, dass es mir niemals gelingen würde sofort und ausschließlich zu finden. Selbstverständlich aber ist Suche dann beendet wenn gefunden wird. Somit ist der Reiz der Aussage von Picasso groß. Könnte ich nicht die Suche, die schon deswegen auf wackeligen Beinen steht, weil sie immer das will was sie nicht kennt ;-eben sucht-, dadurch beenden, daß ich sie Austausche gegen das Finden, das auf den selben wackeligen Beinen steht, weil es nicht weiß ob es den Finder gleichsam abschafft, indem es ihn im unklaren lässt ob er das Gefundene will? Was schlägt Picasso vor?: reine Paradoxie, Unlösbarkeit und Ertragen;(Willenlosigkeit und Selbstaufgabe in mönchischer oder künstlerischer Weise)- oder steht dem eine andere „drallerer; sozialere; quirligere;sinnlichere; entspanntere......“ lesart klar entgegen?
Mit freundlichen Grüßen joh
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