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sollten, müßten, fänden es gut wenn, halten es für wünschenswert, daß, sind überzeugt von, glauben, es wäre besser wenn, sind festen Willens zu, sollen, wollen, müssen ...
Das meiner Ansicht nach zentrale Dilemma aller Philosophie - und auch der Soziologie, sofern sie nicht rein deskriptiv vorgeht - besteht darin, daß Menschen in ihrem realen Erweis sich seit immer allen moralischen Ansprüchen, Forderungen, Proklamationen und dergleichen entzogen haben und entziehen, sobald sie es wünschten und wünschen.
Alle diese Forderungen sind faktisch bei geeigneter Konstellation der Umstände den Atem nicht Wert, der auf ihre Formulierung verschwendet wird. Selbstverständlich will ich niemanden daran hindern, in alle Ewigkeit weiter zu fordern und zu proklamieren. Doch will es mir so vorkommen, als sei darin lediglich der Versuch unternommen, die "dunkle" Seite des Menschen mit aller Gewalt nicht wahrzunehmen, so daß bei ihren gelegentlichen eruptiven Hervortreten die Attitüde ungläubigen Nicht-für-möglich-Haltens vor sich selbst überzeugend durchgehalten werden kann.
Die Faktizität des Menschen, der/die in sich jederzeit die Totalität aller Möglichkeiten trägt - von äußerster Bestialität bis zu äußerster Selbstaufopferung zugunsten anderer - entzog sich bisher noch immer jeder moralischen Geißelung und ließ sich bisher nur durch Einsatz von Macht- und Gewaltmitteln zu DURCHGEHEND sozialkompatiblem Verhalten bewegen - um sich doch wieder nur bei jeder bietenden Gelegenheit zu entziehen. WIR sind das Problem - sofern wir darauf bestehen, als "menschlich" nur die freundliche Seite in uns zu goutieren. Wird der dunklen Seite - wie es faktisch geschieht - ihr Lebensrecht systematisch entzogen, wird sie immer Wege finden, ihr Vorhandensein zu erweisen.
Roger
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