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deutsch  Projekt:Ist es sinnvoll sich selbst zu bestrafen??

Peter: emailnerval@hrz1-tu-darmstadt.de, 10.04.2002, 12:38
Original: deutsch  Projekt:Ist es sinnvoll sich selbst zu bestrafen?? (Max Benrado), 08.04.2002, 19:17



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»» Hallo Max,

zwar bin ich auch der Meinung, daß Bertold mit seinem "Kommunikationsstil" über das Ziel hinausgeschossen ist, aber:

Auch ich habe allerdings mit Deiner Frage ein Problem: Wo ist der Kontext? Bzw. Lass uns klären, was mit der Frage überhaupt gemeint sein könnte. BSP: das Wort "sinnvoll" bedeutet für unterschiedliche Menschen und in unterschiedlichen Situationen vielleicht extrem Verschiedenes. Ebenso das Wort Strafe (bestrafen). O

Außerdem:
Noch scheint es mir eher eine Frage zu sein, die das Leben an uns stellt. Eine konkrete Frage also. Wir sehen einen Menschen sich selbst zerstören (vielleicht, weil er sich aus frühkindlicher Prägung heraus, selbst bestrafen möchte ("ich bin nicht wert zu leben" usw.). Stellt sich dieser Mensch diese Frage, dann geht es ja um sein Leben, ist also, meiner Meinung nach, keine philosophische Frage. Die wird sie es erst, wenn ein entsprechender Bezug da ist, ein Kontext, also etwas, was über das einzelne Sein, über das Leben hinausweist.
Eine philossphische (dialektische) Fragestellung ergäbe sich, wenn man also die verwendeten Begriffe und Prämissen klärt (Was ist "Sinn" und was ist "Strafe" in jeweils welcher Kultur) und einen Katalog von Kriterien findet, die einen genannten ("sinnvollen") Kontext schafft.

Oder kurz gesagt: Deine Frage setzt die Beantwortung einiger entscheidender Fragen voraus, da ihre Allgemeinheit keine philsophische, sondern eine unspezifische ist.

Anmerkung: BITTE fasse diese Äüßerungen nur als Denk-Vorschläge, nicht als Belehrungen auf!

Was ich von meinem Philsophielehrer nämlich lernen mußte,war das folgende:
Denn die Bedingung der Möglichkeit, zu philosophieren, ist, das  eine wirkliche philsophische Fragestellung vorliegt und keine Alltags- oder Lebensfrage. Deren Antworten muß man leben (wenn man sie bloss denkt, wird man zum Grübler).