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deutsch  Wahrheit...ein zu subjektives Thema?

Annelie : emailLothar.Rothe@t-online.de, 06.11.2000, 19:37



Erst kürzlich stieß ich auf dieses Winkelchen des "Philosophischen Treffpunktes", und auf sonderbare Weise ließ mich das Entdeckte nicht wieder los. Vielleicht ist dies ein Grund, warum ich nun hier sitze und meine Gedanken über das Geschriebene kreisen lasse.  
                       Es wurde gesagt, daß das Suchen nach Wahrheit uns, in einer Diskussion, nicht wirklich weiterbringe, da sie objektiv nicht beurteilt werden könne, und ihre Subjektivität das Ziel einer Unterhaltung nicht herbeiführe.
Dennoch, auch wenn ich Dir, liebe Iris, in diesem Punkt zustimme, denke ich, daß eine Suche nach der tatsächlichen Wirklichkeit trotzdem einen hohen Wert hat und von großer Wichtigkeit ist. Bringt nicht gerade die Frage nach der Wahrheit uns zu uns selbst und der Ursprünglichkeit aller Dinge? Erreichen wir nicht nur Erkenntnisse über die Welt, was in ihr ist und uns mit diesen Gedanken ?
Auch wenn sich eine derartige Diskussion vielleicht im Kreis drehen könnte, bin ich doch der Meinung, durch den Austausch von Einstellungen und Standpunkten, Ideen und Gedanken...   neue Blickwinkel, Perspektiven, Einschätzungen und somit auch "geistige Bereicherungen" erfahren zu können.  
                      Wenn ich nach der Wahrheit frage, dann stellt sich mir oft das Problem "Mensch". Was ist der Mensch? Ist er ein Raubtier, daß selbstsüchtig alles um sich zerfleischt? Ist er ein sensibles Geschöpf, das nur durch äußere Einflüsse zu dem verwandelt wird, was er heute ist? Gibt es ein charakteristisches, komplexes Wesen, was man in allen Personen wiederfindet?

                      Sicherlich kann man meine Fragen nicht generell und allgemein gültig beantworten, aber ich glaube, daß sie einen Gedanken wert sind. Denn warum sollte es uns nicht gelingen wenigstens über unsere eigene "Lebensform" ein bestimmtes Maß an Wirklichkeit zu entdecken?

                       Der Mensch - ein Raubtier?


Viele liebe Grüße,

Annelie