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Hallo Bertold,
Menschen auf dem Weg des Verstehens - das ist ein grosser Traum, findest Du nicht? Manches verbindet uns, vieles trennt und wieder. Alle wollen wir aber dasselbe: die Wahrheit finden, wobei diese wiederum viele Abstufungen und noch mehr subjektive Blickrichtungen hat. Die subjektive Wahrheit bringt uns nicht weiter, die objektive können wir nicht finden. Sie wäre göttlich, denn sie steht über uns. Was also ist unser Ziel, wenn wir uns auf den Weg machen? Ich halte meinen Weg eher nicht für eine Gerade, den andere Linien kreuzen. Ich sehe mich vielmehr in einem Kreis. Wir alle sind in einem Kreis, und nur wenn wir den "Zirkel" auch wirklich im Mittelpunkt ansetzen, wird unser Radius sich erweitern und erweitern.
> Interkulturelles Philosophieren erscheint mir insofern als Gratwanderung: Vorschnelles Verstehen und Vereinnahmen sind ebenso eine Gefahr wie das wohlige Verharren im multikulturellen Tratsch. Irgendwo dazwischen sollte ein gangbarer Weg entstehen. Doch dazu müssen wir einfach mal losgehen. Viel wäre schon gewonnen, wenn wir uns auf die entscheidenden Fragen einigen könnten. <
Wie lauten denn die Fragen? Gibt es Vorgaben?
Grüße, iris
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